Welche hochschuldidaktischen Kompetenzen braucht es für Workshops, Trainings & Co?

 

Die Professionalisierung der Hochschuldidaktik hat in den vergangenen Jahren einen erfreulichen Schub erfahren. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, was das Spezifische an hochschuldidaktischen Trainingskompetenzen ausmacht und wie diese vermittelt werden können. Seit 2006 biete ich in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen (unter anderem hdw-nrw) Train-the-Trainer-Weiterbildungen sowie Fortbildungen und Supervision für erfahrene Trainer/innen an, mit dem Ziel, das Besondere und Herausfordernde in hochschuldidaktischen Veranstaltungen zu verstehen und kompetent damit umgehen zu können.

 

Denn auch hier gilt, wie im Workshop Schwierige Situationen in der Lehre: "Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus." Allerdings ist nur Wenigen klar, dass Hochschulen manchmal in einem Zitronenhain stehen 😉

 

Was unterscheidet klassische (Verhaltens-)Trainer/innen von hochschuldidaktische Trainer/innen? Was sind die besonderen Anforderungen?

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In: Schumacher, E.: Hochschuldidaktische Workshops inhouse planen und durchführen. In: Berendt, B., Fleischmann, A., Schaper, N., Szczyrba, B., Wildt, J. (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre (L 1.21). Stuttgart 2014, S.

 

Diese Anforderungen ergeben sich u.a. auch aus spezifischen Spannungsfeldern, die sich aus dem Kontext (Globe) der Hochschulen und der spezifischen Anlage hochschuldidaktischer Veranstaltungen ergeben können:

Folie1In: Schumacher, E.: Hochschuldidaktische Workshops inhouse planen und durchführen. In: Berendt, B., Fleischmann, A., Schaper, N., Szczyrba, B., Wildt, J. (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre (L 1.21). Stuttgart 2014, S.

 

Walk what you talk

Hochschuldidaktische Veranstaltungen durchzuführen bedarf vieler Kompetenzen, die neben dem klassischen Trainings-, eben auch Coaching- und Beratungskompetenzen sowie Wissen über organisationale Zusammenhänge und Changeprozesse beinhalten.

Neben dem didaktischen und fachlichen Know-how ist die eigene Vorbildrolle von großer Bedeutung, zeigt sich doch im "walk what you talk", ob die vermittelten Inhalte selbst umgesetzt werden können. Dies vor allem in Situationen, wo es um Widerstand und besondere personelle und gruppendynamische Konstellationen geht. Lehre ist häufig eine individuelle Angelegenheit, gleichwohl streben alle guten hochschuldidaktischen Trainer/innen den Blick auf das gesamte System und alle Beteiligten an. Schließlich ist das große Paradigma der Hochschullehre "Von der Belehrungs- zur Lernkultur". Und eine Kultur wird immer von vielen getragen und sich durch die passenden Strukturen auszeichnen.

 

2017 soll die nächste (3.) Weiterbildung zum/zur hochschuldidaktischen Workshopleiter/in stattfinden. In der Zwischenzeit biete ich verschiedene Themen und Formate für hochschuldidaktische Trainer/innen und Einrichtungen an:

 

Angebote 2016

Die AG Trainer/innen der dghd erstellt derzeit ein Kompetenzprofil und Selbstverständnis für hochschuldidaktische Trainer/innen. Interessierte sind herzlich eingeladen! Außerdem treffen sich die Mitglieder zum kollegialen Beratung und Fortbildung. Mehr gibt es im Bereich "AG Trainer/innen".

 

Im Download-Bereich befindet sich außerdem ein Dokument, das sich mit den Prinzipien für gehirngerechtes Lehren und Lernen und die Umsetzung in hochschuldidaktischen Veranstaltungen beschäftigt.


Die 12 Prinzipien und deren Einsatz in hochschuldidaktischen Veranstaltungen